Was bewirkt Lutein im Auge?

Was bewirkt Lutein im Auge?

Lutein ist ein Radikalfänger mit großer schützender Wirkung für das Wahrnehmungsvermögen unserer Augen.

Lutein vermindert – bei ausreichender Anreicherung in der Zelle – die toxische Wirkung der Freien Radikale.  Als Carotinoid ist es in der Lage, reaktive Sauerstoffverbindungen zu desaktivieren. Als effektives Antioxidans schützt es das Auge vor schädlichen Einflüssen. Deshalb ist Lutein für die Erhaltung des Sehvermögens – insbesondere des Dämmerungssehens – infolge der Regeneration der Zäpfchen und Stäbchen, den eigentlichen Sinneszellen (Photorezeptoren), von großer Bedeutung.

Wissenschaftlich belegt ist die Zunahme der erforderlichen Pigmentdichte im Maculabereich durch Lutein. Dies vermindert die optische Empfindlichkeit und Blendung, sodass z. B. beim nächtlichen Autofahren die Erholungszeit der Augen deutlich verkürzt wird. Ebenso verbessert sich das Kontrastsehen. Diesen Vorteil spürt der Autofahrer besonders bei der Durchfahrt eines Tunnels. Infolge der angereicherten Pigmentdichte der Macula können sich die Augen schneller an die unterschiedlichen Lichtverhältnisse im und außerhalb eines Tunnels anpassen. Die erforderliche Zufuhr dieses Carotinoids aus der Nahrung ist oftmals unzureichend. Dem menschlichen Organismus ist die Fähigkeit zur Eigensynthese verloren gegangen. Deshalb muss Lutein – wie alle diese Vitamine – täglich zugeführt werden.

Die positive Wirkung von Lutein wird immer häufiger auch durch neue Studien, wie z. B. die Rotterdam – und AREDS – Studien untermauert. Eine rechtzeitige, konstante Zufuhr von Lutein verzögert oder verhindert sogar die altersabhängige Maculadegeneration. Meinen Patienten empfehle ich ein rein pflanzliches Freies Lutein entsprechend der GMP- Qualität aus Deutschland.

Ernährungsphysiologische Mangelzustände an Lutein und Zeaxanthin begründen die schleichende Zerstörung der Photorezeptoren (Sehzellen) in der Macula und letztendlich den Sehverlust. Dieser degenerative Vorgang vergrößert sich besonders dann, wenn der Augeninnendruck zusätzlich, wenn auch nur gering, erhöht ist. Ein hoher Lutein-Blutspiegel verhindert die schädlichen Auswirkungen von erhöhtem Augeninnendruck auf die Photorezeptoren der Macula. Krankhafte Gefäßveränderungen, wie z.B. die Arteriosklerose, fördern frühzeitig eine Degeneration der Macula.  Hierbei wird das Lipofuszin (Abbauprodukt von Lipoprotein) unter der Macula in krankhafter Konzentration abgelagert. Dieser Lipofuszin – Abfallstoff wirkt ähnlich phototoxisch (lichttoxisch) wie UV- Licht.

Die Folge sind oxidative Schäden an den Photorezeptoren der Macula  bis hin zum Zelltod. Nur eine konstant ausreichend hohe Konzentration von Lutein im Blut vermag die Bildung von Lipofuszin zu reduzieren. Aufgrund dieser besonderen Fähigkeit wirkt Lutein typisch entzündungshemmend und antioxidativ nicht nur in der Netzhaut, sondern im gesamten Auge. Hierdurch bleibt die Mikrozirkulation der Netzhautzentralgefäße, den  sogenannten kapillaren Endgefäßen, bei einer hohen Lutein-Konzentration erhalten.

Die Blutgefäße der Netzhaut haben keine kollaterale Verbindung zu einem anderen Blutgefäßsystem. Deshalb führt ein thrombotischer Verschluss, wie z.B. bei Gefäßsklerose, zum Erliegen der Funktion dieses Netzhautareals und zum Sehverslust.  Zur optimalen Blutversorgung der Sehnerven darf der  Blutdruck nicht unphysiologisch gesenkt werden, weil hierdurch die ausreichende Versorgung der Sehnerven mit Nährstoffen nicht mehr gewährleistet ist. Dies hat bereits Prof. Leydhecker, ehemaliger Chef der Würzburger Augenklinik, vor vielen Jahren immer wieder betont. Die antithrombotische Funktion der Lipofuszin-Hemmung kommt dem gesamten menschlichen Gefäßsystem zugute. Die ausgeprägte antioxidative Wirkung von Lutein hat außerdem einen besonderen schützenden Effekt vor arteriosklerotischen Plaques in der Arteria Carotis (Halsschlagader), deren konstant perfekte Funktion für eine optimale Blutversorgung des Sehorgans erforderlich ist.