Magnesium

Warum benötigen wir Magnesium in Verbindung mit  natürlicher Orotsäure?

Magnesium ist neben Kalium der wichtigste Mineralstoff in unseren Zellen, weil es an einer Vielzahl wichtiger Enzyme, mehr als 300, biochemisch  im Organismus beteiligt ist.

Bei verschiedenen stressbedingten Erkrankungen entsteht – vor allem in den glatten und quer gestreiften verschiedenen Typen von Muskelzellen, besonders auch im Herz –  ein unphysiologischer intrazellulärer Überschuss von Calcium und Natrium.

Hierdurch wird die Effizienz der Natrium / Kaliumpumpe behindert. Dies führt zu Störungen der nervlichen Erregungsübertragung und Herzrhythmusstörungen, Angina pectoris, Herzinsuffizienz und weitere Kreislaufschäden, wie Hypertonie, sind die Folge.

Magnesium wirkt stimmungsaufhellend und beruhigend auf das vegetative Nervensystem. Nach meinen Erfahrungen wird auch das so genannte Burn – Out – Syndrom  reduziert.

Magnesium mit Orotsäure stabilisiert die Zellmembranen und fördert die Übertragung von erforderlichen Impulsen in Muskel- und Nervenzellen und ist von Bedeutung für den zellulären Energiestoffwechsel.  Als physiologischer Calciumantagonist,  besonders für die Arterienwände, bremst es arteriosklerotische antiarrhythmische Herzbeschwerden und harmonisiert zusätzlich einen  sinnvollen  Blutdruck.

Magnesium ist der natürliche Calciumblocker des Organismus. Ebenso vermindert es erhöhte Cholesterin – und Triglyzeridwerte. Ein konstant hohes intrazelluläres Angebot von Magnesium-Ionen verdrängt – im Sinne einer Stressabschirmung – das Überangebot von Calcium – Ionen an ihrem Rezeptor. Dadurch harmonisiert es den Sauerstoffverbrauch des Herzens. Es ist unersetzlich bei allen Funktionen des Herzens besonders bei Überbelastungen des Organismus, sei es psychischer oder physischer Ursache.

Ein Mangel verursacht: Nervosität, Übererregbarkeit, Kopfschmerzen, Arrythmien, Leistungsschwäche, Stressanfälligkeit und Insulin – Resistenz  des Diabetes. Zur Optimierung der Aufgaben von Magnesium im Organismus ist die Zufuhr von Orotsäure erforderlich. Orotsäure regt die unverzichtbare intrazelluläre ATP-Synthese an. Sie ist ein unersetzlicher Bestandteil des Co-Enzym A, weil es als „Transporter“ das Magnesium zügig in die Zellen fördert.  Stressbelastungen von Organen und Gewebestrukturen ziehen vermehrt das intrazelluläre Magnesium aus den Zellen. Zur Bewältigung derartig plötzlicher Belastungen wird Magnesium in Verbindung mit ATP – dem wichtigsten Energielieferant der Zellen – aus seinem zellulären Depot an den Organismus weitergegeben.

Damit es zu keinem plötzlichen intrazellulären Magnesiumverlust kommt, empfiehlt es sich, Magnesium in Verbindung mit Orotsäure rechtzeitig und ausreichend zu substituieren. Diese Kombination ermöglicht die benötigte Bioverfügbarkeit von Magnesium an seinem Bestimmungsort, weil es nur mittels Orotsäure in den Körperzellen eingelagert wird. Eine kontinuierliche Einnahme von Magnesium – in Kombination mit der Orotsäure – vermeidet zelluläre und enzymatische Mangelzustände. Deshalb ist die zusätzliche Gabe von Orotsäure  für den Stoffwechsel unverzichtbar.

Die intrazelluläre Magnesiumkonzentration muss 13  Mal höher als außerhalb der Zellen gewährleistet bleiben. Ebenso regelt Magnesium die physiologische Durchlässigkeit der Zellmembranen und den Natrium – Kalium – Transport im Blutplasma, damit ein reibungsloser Stoffwechsel, besonders in Stresssituationen, funktionieren kann. Wegen der Magnesiumverarmung unserer Böden empfehle ich, diesen Mineralstoff täglich ausreichend zu applizieren. Ein Magnesium- und Orotsäure – Mangel führt im Stoffwechsel zu einer gestörten Eiweißsynthese, körperlicher Instabilität, ungenügender Verwertung und Abbau des Blutzuckers und  Einschränkung der Fettspaltung.

Besonders der Zuckerstoffwechsel erfordert ein ausreichend hohes Magnesium-Angebot, um die Insulinsensitivität zu verbessern. Der vom Insulin abhängige perfekte Zuckerstoffwechsel der Leber, des Muskel – und Fettgewebes wird durch ausreichend Magnesium ermöglicht. Hierdurch verbessert Insulin die erforderliche Zuckerzufuhr in die Zellen.

Ebenso benötigen Patienten mit Hypertonie eine hohe Magnesium-Konzentration, weil es den Blutdruck – infolge einer Gefäßerweiterung – sanft vermindert.

Nachfolgende Beschwerden können durch Magnesiummangel hervorgerufen oder verstärkt werden: Herzrhythmusstörungen, Herzdruck, Herzschmerzen, Herzklopfen, Atemnot, plötzliche Blutdruckkrisen, Schwindel, Kopfschmerzen, Migräne, Übelkeit, funktionelle Magen – und Darmkrämpfe, Diabetes, Durchfälle, Angst, psychische Befindlichkeitsstörungen mit Schlaflosigkeit,  Krämpfe in den Waden, Schultern, Muskeln und Zehen, ferner  Taubheitsgefühl und Kribbeln in den Händen und Fußsohlen. Leider werden diese Symptome viel zu selten mit Magnesium – in der idealen Kombination mit der Orotsäure – behandelt.

Die beiden Wirkstoffe Magnesium und Orotsäure sorgen für einen  hervorragenden Schutz im Hinblick auf das Kollagengewebe von Gefäßen, Herz, Knochen und Gelenken und verstärken nachhaltig die antioxidative Leistung – insbesondere des Immunsystems – bei Stressbelastung. Bei intensiven körperlichen Belastungen, wie Sport und schwerer Muskelarbeit, wird der erforderliche Energiestoffwechsel stabilisiert.

Ein erhöhter Mehrbedarf von bioverfügbarem Magnesium ist zwingend erforderlich bei:

  • Herz-,Kreislauf-, Muskel-und Stoffwechselerkrankungen ,wie Störung des Fettstoffwechsels und Hypertonie
  • Osteoporose
  • Asthma, als Aktivator der Atmungskette
  • Nieren -, Leber- und Pankreaserkrankungen, z.B. Diabetes
  • vegetativer Dystonie
  • Erbrechen und Diarrhoe
  • Leistungsminderung
  • Depressionen
  • Magnesiumraubbau durch Medikamente
  • Genuss von Alkohol, weil dieser eine zusätzliche deutliche Magnesiumausscheidung über die Nieren fördert