Coenzym Q10 & Statine

Die Mitochondrien, die so genannten Kraftwerke der Zellen, sind für die Bereitstellung der zellulären Energie zuständig. Q 10 ist als Bestandteil der Atmungskette für den geregelten Ablauf der Sauerstoffverbrennung zur Energiegewinnung unentbehrlich. Nur das perfekte Zusammenspiel dieser zellulären Funktionen gewährleistet Gesundheit, Vitalität und Leistungsfähigkeit bis ins hohe Alter.
Q10 ist in der natürlichen Nahrung enthalten und kann von einem gesunden jugendlichen Körper noch ausreichend synthetisiert werden. Die körpereigene Synthese vermindert sich kontinuierlich ab dem mittleren Lebensalter. Hierdurch sind Mangelzustände vorprogrammiert. Diese sind besonders ausgeprägt, wenn bereits Maculadegeneration, Diabetes, Herz-, Kreislauf-, Leber- und Tumorerkrankungen vorliegen.

Meine eigenen statistischen Erhebungen, die ich anhand von serologischen Bestimmungen bei einem renommierten Labor durchführen lasse, zeigen, dass zirka 60 Prozent meiner Patienten einen deutlichen Q10-Mangel haben.

Dieses Defizit lässt sich besonders bei einer Therapie mit Statinen (Cholesterinsenkern) nachweisen. Wie heute wissenschaftlich bewiesen, stört oder verhindert die Therapie mit Statinen zur Cholesterin-Reduzierung die körpereigene Coenzym Q 10 Synthese.

Statine senken infolge der Hemmung des Enzyms (HMG-COA) – Reduktase, das für die Umwandlung von HMG-COA zu Mevalonsäure benötigt wird, die körpereigene Synthese von Cholesterin, aber auch die von Coenzym Q10, die beide aus der Mevalonsäure entstehen.
Besonders im vorgerückten Lebensalter – wenn die Eigensythese bereits deutlich vermindert ist – besteht auch ohne die Therapie mit Statinen ein erhöhter Q 10 Bedarf. Dieses Defizit muss durch Substitution ausgeglichen werden, sonst drohen schwerwiegende gesundheitliche Einschränkungen.

Mangel an Coenzym Q 10 verursacht vor allem:
Muskelschwäche und Herzinsuffizienz,
Parkinson, Alzheimer-Demenz,
Leber -, Lungen – und Tumor – Erkrankungen.

Eine alleinige Behandlung mit Statinen – ohne die gleichzeitige Ergänzung eines hochreinen chromatographierten Q 10 Produktes – betrachte ich als gravierenden Kunstfehler.

Die durch Statine verursachten lebensbedrohlichen Q 10- Mangelzustände sind zwar bekannt, werden aber bedauerlicherweise in der heutigen konservativen Therapie nicht berücksichtigt. Eine kontinuierliche Bereitstellung von Q10 ist insbesondere deshalb so wichtig, weil die leistungsorientierten Organe, Herz, Lunge und Leber wegen ihrer konstanten Energieproduktion – insbesondere auch bei körperlicher Ruhe – dieses lebenswichtige Co- Enzym uneingeschränkt benötigen.

Ausreichend hohe erforderliche Q10 – Konzentrationen im Blutplasma sind durch eine zusätzliche Einnahme von Coenzym Q10 realisierbar. Sie verhindern bei konstant idealem Q10 – Blutspiegel langfristig mitochondriale Zellschädigungen und die daraus resultierenden Erkrankungen.

Der langjährige Einsatz von Coenzym Q10 hat sich nach meinen Erfahrungen bei einer Vielzahl von Erkrankungen nachhaltig bewährt, dazu gehören:

Alle entzündlichen – und degenerativen Erkrankungen des Auges, wie Macula-Degeneration, sowie bei Diabetes mellitus, Herzerkrankungen,Gefäßsklerose, Bluthochdruck,
Polyneuropathien, Migräne, Leber- und Lungenerkrankungen,
Muskelschwäche, Multiple Sklerose,Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), Morbus Alzheimer, Parkinson,Tumorerkrankungen,
chronisches Müdigkeitssyndrom, Tinnitus, immunologische Abwehrschwäche, Burnout-Syndrom,
Wundheilung, Parodontose, Stress und Nebenwirkungen von Medikamenten.
Auch bei sportlicher Betätigung kann mit Q10 die Leistungsfähigkeit gesteigert werden.

Ein hoher Bedarf an Q10 besteht außerdem bei:
• oxidativem Stress
• unausgewogener Ernährung
• Umweltschäden
•Genussgiften, eben bei jeder Art von Belastung, die einer gesunden Lebensführung widerspricht.

Diese körperlichen negativen Einflüsse fordern ein erhöhtes Angebot von Q10, das vom menschlichen Organismus – besonders im fortgeschrittenen Alter – weder aus der heutigen Nahrung noch aus der körpereigenen Biosynthese bereitgestellt werden kann.

Q10 wird im Körper als Depot angereichert, aber nicht langfristig gespeichert. Deshalb ist eine zusätzliche tägliche Einnahme von Q10 erforderlich, damit die Energie produzierenden Mitochondrien und Zellmembranen den fortwährenden Angriffen der Freien Radikale widerstehen können. Die immunologische Leistungsfähigkeit aller Zellen wird hierdurch angeregt und stabilisiert.

Achten Sie beim Kauf von Coenzym Q10 Produkten unbedingt darauf, ob es sich um ein pflanzliches Produkt handelt, das nachweislich in chromatographierter Form hergestellt wurde.

Infolge der lipophilen Eigenschaft kann Q 10 nur in Gegenwart von Fetten oder Ölen vom Darm resorbiert werden. Um dieser Besonderheit gerecht zu werden, empfehle ich meinen Patienten ein Produkt mit einer Galenik aus nicht gehärteten pflanzlichen Ölen. Somit wird die vormals erforderliche gleichzeitige Einnahme von fetthaltigen Nahrungsmitteln überflüssig.

Dadurch kann Q10 seine volle antioxidative Wirkung entfalten und bietet dank dieser Zusammensetzung eine schnelle Verfügbarkeit des benötigten Wirkstoffes Ubichinon im Organismus.
Ein solches Präparat können Sie bedenkenlos zur Therapie verwenden.

Prophylaktische Tagesdosierungen von 100-200 mg Coenzym Q10 halte ich für angemessen und ausreichend. Werden Betarezeptoren – Blocker eingenommen, empfehle ich meinen Patienten, ab einer Tagesdosis von 200 mg Coenzym Q 10, den Beta – Blocker um ¼ Tablette zu reduzieren.
Die Verminderung von Medikamenten gehört in die Hand eines Arztes und sollte nicht eigenständig vorgenommen werden.

In der Therapie können jedoch Dosierungen über 1000 mg pro Tag erforderlich sein, wie z. B. bei Parkinson- Patienten.